Wettbewerb:

Gestaltung der Bushaltestelle auf dem Altstadtmarkt

Geprägt von einem eindrucksvollen Gebäudeensemble präsentiert sich der Altstadtmarkt als großzügiger, öffentlicher Platzraum mit präzise definierten Platzkanten.
Das Projekt sieht für die Bushaltestelle eine Gruppierung von schirmartigen Dächern vor, welche die Wahrnehmung des Ortes als zusammenhängenden Platzraum nicht stören, sondern stärken. Die Blickbeziehungen über den Platz hinweg bleiben von allen Richtungen aus erhalten. In Anlehnung an die Marktplatzatmosphäre, die auch der Nutzung des Platzes entspricht, wurde diese Typologie ausformuliert als freitragendes Flächentragwerk aus gekanteten Stahlblechen auf einer eingespannten Stütze.

Die aus drei T-Profilen zusammengesetzte Stütze bietet mit ihren Flanschen Befestigungsmöglichkeiten für Fahrplantafel und Recyclingbehälter. Der Schirm, der aus drei einfachen, gefalteten Blechflächen gefügt wird, wird am Kopf der zusammengesetzten Stütze an den Flanschen der T-Profile befestigt. Durch die Kantung bildet sich jeweils ein natürliches Gefälle aus, sodass das Niederschlagswasser in einem Rohr in Stützenmitte hinuntergeführt werden kann. Die Schirmelemente werden materialgerecht mit CNC aus einem Blech ausgeschnitten, mit Bohrungen versehen, gekantet, feuerverzinkt und pulverbeschichtet. Mit Hilfe dieses einfachen Prinzips lässt sich aus einem Element eine Form- und Raumvielfalt erzeugen durch Fügen und Gruppieren. Ein affiner Formenreichtum findet sich in den Giebeln, Gauben und Gewölben der umgebenden Bebauung.

Im Boden eingelassene Leuchten erhellen die Schirme sanft von unten, so dass die Gruppe schützender Leuchtschirme den Platzraum abends mit einer zurückhaltenden Lichtstimmung bereichert.